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Vogelhaltung

Januar 24th, 2009 · No Comments

In der Wohnung Vögel zu halten, ist nicht jedermanns Sache. Selbst, wenn manche Menschen zu Besuch zu einem Vogelhalter kommen, geht ihnen das Gepiepse auf die Nerven, welches unweigerlich ausbricht, wenn sich ein gewisser Lärmpegel, beispielsweise durch eine Unterhaltung, entwickelt. Für Menschen, die das nicht vertragen, käme es also niemals in Frage, selbst Piepmätze in der Wohnung zu haben. Zwar kann man die gefiederten Freunde durch Abdecken mit einem Tuch oder einer Decke zum Schweigen bringen, aber das ist nicht der Sinn der Sache. Ganz gleich, für welchen Vogel man sich entscheidet, muss man schon vor der Anschaffung einige Faktoren bedenken. Der Käfig muss in einem geeigneten Raum stehen, in welchem es auch keine Probleme bereitet, wenn einmal Futter auf dem Boden liegt. Schuhe, die Vogelfutter zertreten, können beispielsweise auf einem Parkett Spuren hinterlassen. Auch die Größe des Käfigs muss geeignet sein, um das Tier oder die Tiere darin zu halten.

Gut informieren sollte man sich, ob man die Vögel als Einzeltiere halten darf, oder ob es besser ist, sich ein Pärchen oder eine ganze Gruppe anzuschaffen. Es gibt Vögel, die man auf keinen Fall alleine halten darf. Hierzu zählen zum Beispiel die Agapornidenarten. Diese Vögel nennt man auch Unzertrennliche oder Love Birds, und zwar, weil sie als Paare leben, von denen auch der zurückbleibende Vogel stirbt, wenn der eine eingeht. Diese Vögel sind sehr schön anzusehen, machen aber auch viel Schmutz und Lärm. Wenn ein Mensch Vögel liebt, macht es nicht viel Sinn, ihm dies auszureden. Auch Diskussionen über Taubenabwehr oder Vögel auf dem Speiseplan, wie es in manchen Ländern praktiziert wird, sollte man hier vermeiden. Überzeugte Vogelfreunde haben hierfür nicht wirklich Verständnis.

Einen Nymphensittich kann man beispielsweise alleine halten, sofern man etwas Zeit für ihn hat. Man schafft es sogar, diese gelehrigen Vögel zahm zu bekommen und sie, wie Wellensittiche, an sich zu binden. Nicht alle Vögel lassen persönliche Beziehungen zum Tierhalter zu, während andere, vor allem allein gehaltene Wellensittiche und Papageien ohne eine Bindung zum Menschen kaum auskommen können. Natürlich gestaltet sich so eine Beziehung anders, als etwa die zu einem Hund; dennoch können gerade Papageien fast etwas wie ein Kindersatz werden.

Die Anschaffungs- und Futterkosten für einen Vogel variieren stark. Wellensittiche kommen mit einem Teelöffel Futter am Tag aus, während man für einen Graupapagei, der schon bei der Anschaffung mehrere tausend Euro kosten kann, auch anderes Futter besorgen muss. Auch Obst steht hier auf dem Speiseplan. Tierarztkosten können ebenfalls auf die Besitzer zukommen, denn auch Vögel sind nicht gefeit vor Verletzungen oder Krankheiten.